Welches Material ist am besten für Zahnersatz? 

Das A und O für guten Zahnersatz ist das Material, denn an diesem werden höchste Anforderungen gestellt. Welches Material jeweils geeignet ist, hängt von zahlreichen Kriterien ab.

Welche Materialien kommen aktuell zum Einsatz?

Die Vielfalt in Sachen Zahnersatz ist immens: Allein bei den Metalllegierungen, die sehr häufig zum Einsatz kommen, gibt es inzwischen rund 700 Varianten.

Bei der Wahl des jeweils passenden Materials achtet der Zahnarzt auf diverse Faktoren, damit der Zahnersatz später keine Probleme verursacht.

Je nachdem für welche Zähne der Ersatz gedacht ist (Front- oder Schneidezähne, Backenzähne) und welcher Ersatz benötigt wird (fest: Krone, Brücke, Implantat; herausnehmbar: Prothesen), muss das Material nämlich unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden. Neben ästhetischen Aspekten spielen ebenso Belastbarkeit, Langlebigkeit und Verträglichkeit eine entscheidende Rolle.

Während lange Zeit Metalllegierungen aufgrund ihrer Langlebigkeit und guten Bioverträglichkeit das Material der Wahl waren, sind weitere Materialen zunehmend auf dem Vormarsch.

Vor- und Nachteile der Werkstoffe

Im Laufe der Zeit haben sich einige Favoriten hervorgetan. Aktuell wird vor allem auf vier Optionen zurückgegriffen:

Metalllegierungen

Jeder kennt ihn, den Klassiker unter den Zahnersatzmaterialien – der Goldzahn. Tatsächlich werden heute jedoch fast ausschließlich Metalllegierungen genutzt, da diese zahlreiche Vorteile aufweisen. Durch Kombinationen verschiedener Metalle (vor allem Gold, Titan, Palladium, Silber, Kupfer, Platin) entstehen verschiedenste Ersatzstoffe für Brücken, Kronen, Inlays.
Sie sind ungemein fest und stabil und damit langlebig sowie korrosionsfrei.

Jeder Mensch reagiert anders auf die Legierungen; sie sind zwar weitgehend komplikationsfrei, dennoch sollte hier immer auf den Einzelfall geachtet werden.

Durch Metallwechselwirkungen, etwa wenn zwei nebeneinander oder aufeinander stehende Zähne mit Metalllegierungen versorgt werden, können Ströme entstehen, was unangenehm sein kann.

Soll ein Frontzahn mit einer Metalllegierung versorgt werden, so ist zusätzlich eine Keramikverblendung in Zahnfarbe erforderlich.

Nicht-Edelmetall-Legierungen

Hierfür werden Stoffe wie Kobalt, Chrom und Molybdän miteinander kombiniert sowie Nickel und Chrom. Das bekannte Amalgam gehört ebenso zu dieser Gruppe.

Da diese Materialien deutlich kostengünstiger sind als Edelmetalle, sinkt auch der Preis für den Zahnersatz insgesamt.

Diese Materialien sind zwar stabiler als Metalllegierungen, jedoch korrodieren diese Kombinationen unedler Metalle deutlich schneller. Zudem reagieren Menschen häufiger auf einen Bestandteil allergisch.

Komposite

Kunststofffüllungen kamen erstmals 1930 auf den Markt; spätestens seit den Ereignissen rund um das Amalgam sind sie stark auf dem Vormarsch.

Sie sind deutlich günstiger als Metalle, weisen aber auch diverse Probleme auf. So kann sich dieser Zahnersatz bei Belastung schnell verfärben oder brüchig werden.

Kunststofffüllungen unterliegen mechanischem Verschleiß und können im Laufe der Zeit sogar schrumpfen, sodass die Füllungen nicht mehr passen.

Keramik

Dieser Werkstoff kommt vor allem bei Kronen und Implantaten zum Einsatz. Keramik ist gut verträglich, hat keine Antennenwirkung und auch die Optik überzeugt.

Fazit – Der Einzelfall entscheidet

Wer Zahnersatz benötigt, sollte nicht nur aufs Geld schauen oder womöglich sogar eine Behandlung im Ausland erwägen. Solch eine Entscheidung hat immer langfristige Auswirkungen und sollte demnach gut durchdacht sein. Je nachdem, welcher Zahn versorgt werden muss und wie insgesamt die individuelle Ausgangslage eines Patienten aussieht, wird ein versierter Zahnarzt die jeweils beste Option nutzen und auch für die Nachsorge zur Verfügung stehen. Denn nur eine passende Wahl garantiert, dass der Patient langfristig zufrieden ist mit seinem Zahnersatz.

Benötigen Sie eine Versorgung mit Zahnersatz und sind unsicher über die für Sie geeigneten Materialien? Vereinbaren Sie gerne mit uns unter diesem Link einen Termin.

 

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